Tiefen- und Stromanzeigen: Teil 2

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Strom(anzeige)werte

Identifizierung einer Versorgungseinrichtung mit Hilfe der Signalstromanzeige

Die Messung des Signalstromes auf der Leitung erleichtert die Identifizierung der Leitung und bietet evtl. Informationen über den Zustand der Mantelisolierung oder Rohrleitungsbeschichtung.

Informationen zur Signalstrommessung

Der Sender koppelt ein Signal oder einen Wechselstrom an die Zielleitung. Die Signalstromstärke auf der Leitung nimmt mit zunehmender Entfernung vom Sender ab. Diese Abnahmerate (Leitfähigkeit) hängt vom Leitungstyp und von der Bodenbeschaffenheit ab. Unabhängig vom Leitungstyp und von der genutzten Frequenz sollte die Abnahmerate regelmäßig (linear) sein und keine plötzlichen Abfälle oder Änderungen aufweisen. Jede plötzliche oder abrupte Stromstärkeänderung weist auf eine Veränderung des Zustandes der Leitung hin.

Strom(anzeige)werte

In Bereichen mit mehr als einer vorhandenen Leitung kann der Empfänger mitunter ein stärkeres Signal von einer benachbarten Leitung aufnehmen, die das Signal ebenfalls trägt oder die die Erdung teilt, weil sie (die Nachbarleitung) sich näher an der Oberfläche befindet. Obwohl die Signalstrommessung die Tiefe kompensiert, verringert sich die Signalreaktion mit zunehmender Tiefe.

Die Leitung mit der höchsten Signalstromanzeige ist eher die Zielleitung (auf die das Sendersignal beaufschlagt ist), als eine Leitung mit der stärkeren Empfängerreaktion.

Die Messung des Signalstroms bringt nützliche Informationen zur Position von Bögen, Abzweigen und Kreuzungen. Die Messung des Signalstroms hinter einem T-Abzweig zeigt die Hauptleitung an, die mehr Signalstrom über ihre größere Länge zieht.

Ermitteln von Stromwerten

Aufbringen eines Sendersignals

Das Sendersignal für Strommessungen kann ebenso aufgebracht/gekoppelt werden, wie das Signal für die Leitungsverfolgung/-trassierung, also direkt (galvanisch) angeklemmt, über Zubehör (Zange, LPC, LCC) oder induziert werden.

WARNUNG! Ein direktes Anklemmen an spannungsführende Leiter ist POTENZIELL TÖDLICH. Direkte Ankopplungen an spannungsführende Leiter sind ausschließlich von qualifiziertem Fachpersonal und unter ausschließlicher Verwendung relevanter Produkte, die Anschlüsse an unter Spannung stehenden Leitungen zulassen, vorzunehmen.

Signalstrommessungen

Orten Sie die Leitung genau und bestätigen Sie die Richtigkeit der Spitze-Ortung mit Null-Pfeilen. Prüfen Sie, dass sich der Empfänger lotrecht und direkt über der Leitung befindet und das Empfängerblatt mit den Antennen rechtwinklig zur Leitung ausgerichtet ist.

Der Empfänger schätzt automatisch die Tiefe und zeigt sie auf dem LCD an.

Ein an eine in benachbarteLeitung gekoppeltes Signal kann die Genauigkeit der Messung verzerren. Ist die Richtigkeit der Messung fragwürdig, suchen Sie den Bereich nach benachbarten Leitungen ab, die das Signal ebenfalls abstrahlen. Sollten Interferenzen durch andere Signale verursacht sein, ist es evtl. erforderlich, eine Strommessung an einem anderen Punkt entlang der Leitung vorzunehmen.

Zur Signalstrommessung sind beide waagerechten Antennen erforderlich. Antennen aus dem Zubehör des Empfängers (wie Stethoskopantenne oder Empfangszangen) sind hier nicht geeignet. Da die Strommessung eine Funktion der Tiefenanzeige ist, ist diese nur in den aktiven Ortungsmodi verfügbar. Sie ist auch mit STR-Zangen (Stromrichtung) verfügbar.

Signalstromwerte über Sendersignale




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