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Informationen zum Zubehör

Empfänger sowie Sender sind mit einer umfassenden Zubehörpalette kompatibel.

Wird ein Zubehör angeschlossen, erkennen Sender und Empfänger dieses Zubehör und aktiviert den entsprechenden Modus. Schließen Sie beispielsweise eine Rahmenantenne an den RD7200 Empfänger an, schaltet er automatisch in den Fehlersuchmodus um und begrenzt die verfügbaren Frequenzen auf die mit der Rahmenantenne kompatiblen. Des Weiteren zeigt das LCD ein Symbol für das Zubehör an und entfernt nicht notwendige Symbole vom Bildschirm.

Ein Zubehörblatt mit Abbildungen und Einzelheiten zu allen verwendbaren Zubehörteilen ist bei Ihrer Niederlassung oder über www.radiodetection.com verfügbar.

 

Kopfhörer

Radiodetection bietet für den RD7200 Empfänger ein optionales Kopfhörerset an. Die Kopfhörer sind mit einem verstellbaren Kopfband versehen, um bei Außenarbeiten einen sicheren Sitz zu gewährleisten. Die optionalen Kopfhörer verfügen darüber hinaus über eine Lautstärkenregelung für die linken und rechten Lautsprecher.

Schließen Sie den 3,5 mm Kopfhörerstecker an die Kopfhörerbuchse des Empfängers an, die sich neben der Zubehörabdeckung befindet.

warning icon.pngWARNUNG! Reduzieren Sie die Lautstärke am Empfänger, bevor Sie Kopfhörer benutzen, um Gehörschäden zu vermeiden.

warning icon.pngWARNUNG! Das Tragen von Kopfhörern kann Ihre Wahrnehmung für Gefahren von außen, wie z. B. fließenden Verkehr oder Baumaschinen, beeinträchtigen. Gehen Sie mit Vorsicht vor!

 

Empfängersignalzangen

Eine Empfängerzange wird verwendet, um ein Kabel eindeutig zu orten und zu identifizieren, wenn mehrere Kabel nah beieinander liegen.

Ein Zielkabel kann in einem Verteiler, auf einer Kabelbühne oder an einem anderen Zugangspunkt identifiziert werden, indem eine passende Zange an den Empfänger angeschlossen und jedes Kabel einzeln untersucht wird. Die aufgenommenen Anzeige- bzw. Messwerte sollten für jedes Kabel einzeln notiert werden.

Wann benutze ich Signalempfangszange

Zangen können eingesetzt werden, wenn:

  • verschiedene Kabel oder Rohrleitungen nah beieinander verlaufen,
  • ein Kabel oder eine Leitung über eine Inspektionsöffnung oder einen Kanaldeckel zugänglich ist.

Anschließen einer Signalzange

  1. Stecken Sie den Stecker der Signalempfangszange in die Zubehörbuchse vorne am RD7200 Empfänger.
  2. Legen Sie die Zange um das Kabel oder die Leitung und schalten Sie den Empfänger ein.
  3. Stellen Sie die Empfänger-Frequenz auf die des Senders ein.
  4. Legen Sie die Zange nacheinander um jedes Kabel und notieren Sie die Balkenanzeige-Reaktion. Vergleichen Sie die Stärke der Reaktion von jedem Kabel. Das besendete Kabel wird eine wesentlich stärkere Reaktion zeigen als alle anderen.

connecting clamps.png

Arbeiten mit Signalzangen

 

Um sicherzustellen, dass das Zielkabel korrekt identifiziert wurde, tauschen Sie die Positionen des Senders und des Empfängers und prüfen Sie, ob der Empfänger auf seiner neuen Position immer noch die stärkste Reaktion über das Zielkabel empfängt.

Reihe der Empfangszangen

Standard-Empfangszangen

Die Zange wird an die Zubehörbuchse des Empfängers angeschlossen und dient zur Kabelidentifizierung an Punkten, an denen Kabel zugänglich sind. Die Standard-Zangen sind für Kabel/Rohrleitungsdurchmesser bis 130 mm (5¼”) geeignet.

 

standard clamp.png

Standardzange

 

Kleine Zange

Die kleine Zange erfüllt dieselbe Funktion wie die Standardzange, ist aber in beengten Situationen nützlich, wo für die Standardzange unzureichend Zugang besteht.

Die kleine Zange ist für Kabel mit einem Durchmesser bis zu 50 mm (2") geeignet.

 

Signalsendezangen

Eine Sendezange passt um eine Rohrleitung oder ein Kabel und koppelt ein Signal sicher an spannungsführende, isoliertes Kabel, ohne Freischalten. Die Zange koppelt ein diskretes Signal auf eine Zielleitung bei verringerter Kopplung auf andere Leitungen. Die Signalkopplung über eine Zange kann unter Umständen effektiver sein als über direktes (galvanisches) Anklemmen.

Die Zielleitung führt das stärkste Signal. Alle anderen Leitungen führen das schwächere Rücksignal. Wenn das System aus nur zwei Leitern besteht, können diese das Signal zu gleichen Teilen übertragen.

warning icon.pngWARNUNG! Zange nicht an blanken, (nicht ausreichend isolierten) spannungsführenden Leitern einsetzen.

warning icon.pngWARNUNG! Vor Anbringen oder Entfernen der Zange an ein bzw. von einem Kabel ist sicherzustellen, dass die Zange immer mit dem Sender verbunden ist.

Die Signalzange kann summen oder vibrieren, wenn sie um ein Stromnetzkabel mit signifikantem Netzstrom gelegt wird. Dies ist ganz normal und schädigt das Gerät in keiner Weise.

Anschließen der Signalsendezange

 

transmitter output socket.png

Zubehöranschlussbuchse des Senders

 

  1. Schließen Sie die Zange an die Zubehöranschlussbuchse des Senders an.
  2. Legen Sie die Zange um die Rohrleitung oder das Kabel und stellen Sie sicher, dass die Backen geschlossen sind. Schalten Sie den Sender ein.

Auf der Anzeige erscheint das Symbol für angeschlossene Zange.

clamp connected icon.png

Symbol für angeschlossene Zange

 

Die Leitung muss an beiden Seiten der Zange geerdet sein, um das Signal auf die Leitung zu koppeln. Erden Sie die Leitung bei Bedarf. Ein isoliertes Kabel kann auch ohne eigentlichen Erdungsanschluss verfolgt werden, sofern zu beiden Seiten der Zange eine angemessene Länge unterirdisch verläuft, um den Effekt der kapazitiven Kopplung auf Erde herzustellen.

HINWEIS: Es ist nicht erforderlich, den Sender zu erden, wenn eine Signalzange verwendet wird.

Reihe der Signalsendezangen

Auch wenn sich Sende- und Empfangszangen äußerlich gleichen, enthalten sie doch verschiedene innere Wicklungen. Um Verwechselungen zu vermeiden, haben die Zangen für Sender und Empfänger Stecker mit unterschiedlicher Codierung und Kennfarbe.

Standard-Signalsendezange

Die Standardzange koppelt das Sendersignal bei Frequenzen von 8 kHz bis 200 kHz sehr selektiv und effektiv auf Zielleiter mit Durchmessern bis 130 mm (5¼”).

 

connecting transmitter clamps.png

Anschließen von Signalsendezangen

 

Die Standardzangen und die kleinen Zangen verfügen über eine Doppelfedermechanik für einen positiven Ringkontakt.

warning icon.pngWARNUNG! Der Sender darf nur unter Verwendung des geeigneten Zubehörs, wie z. B. eines Steckeradapters (LPC) oder eines Adapters mit Klemmen (LCC) an spannungsführende Versorgungseinrichtungen angeschlossen werden.

 

Externe Stromversorgung des Senders

Die externen Netzteile für das Stromnetz oder eine Kfz-Bordsteckdose stellen eine alternative und praktische Möglichkeit dar, den Sender mit Strom zu versorgen.

warning icon.pngWARNUNG!. Das Netzteil für das Stromnetz ist ausgelegt auf: 100-240 VAC, 1,3 A. Verwenden Sie immer ein entsprechend ausgelegtes, abtrennbares Netzkabel.

warning icon.pngWARNUNG!. Das Netzteil für das Stromnetz ist nicht IP-klassifiziert und darf nicht in feuchten Umgebungen verwendet werden.

 

transmitter dc input.png

Gleichstromeingang des Senders

 

Um das Netzteil für das Stromnetz oder eine Kfz-Bordsteckdose zu nutzen, schließen Sie dieses zuerst an die Gleichstromeingangsbuchse im Sender an, bevor Sie es an die Netz- oder Kfz-Bordsteckdose anschließen.

warning icon.pngWARNUNG! Um die Einheit von der Netzversorgung zu trennen, muss das Netzkabel des Netzteils gezogen werden.

warning icon.pngWARNUNG! Um die Einheit von der Akkuversorgung zu trennen, muss der Akkufachdeckel geöffnet werden.

warning icon.pngWARNUNG! Positionieren Sie das Gerät unbedingt so, dass es auf einfache Weise von den beiden Stromversorgungen getrennt werden kann..

warning icon.pngWARNUNG! Durch die Verwendung auf eine andere als die vorgeschriebene Art und Weise wird die Sicherheit beeinträchtigt.

 

Sonden

Übersicht Sonden

Eine Sonde ist ein eigenständiger, batteriebetriebener Sender, der zur Verfolgung des Verlaufs von Rohrleitungen, geschlossenen Kanälen und Abwasserrohren wie auch für die präzise Lokalisierung von Verstopfungen und Einbrüchen eingesetzt wird. Eine Sonde kann an einen flexible Stange (Schiebeaal) angebracht und so in Rohre usw. eingesetzt und vorangetrieben werden. Sonden mit kleinerem Durchmesser können z. B. in Hochdruckspülköpfe eingesetzt oder in Kabelschutzrohre eingeblasen werden. Jeder geeignete Empfänger von Radiodetection kann dann zum Orten der Sonde verwendet werden. Prüfen Sie vor Beginn, ob Ihr Empfänger über die Möglichkeit eine Sondenlokalisierung verfügt.

Auswählen der geeigneten Sonde

Radiodetection bietet ein umfassendes Sortiment an Sonden für die meisten Anwendungen: Von der 33 kHz S6-„Microsonde“ mit 6 mm (¼") Durchmesser, die sich mit ihrer Reichweite von 2 m zum Einsatz in Glasfaser-Mikroröhren und andere nichtleitende Rohre eignet, bis hin zur 33 kHz Supersonde, die mit ihrer Reichweite von 15 m (50 ft) auf tiefliegende Wasser- und Abwasserrohre abzielt.

Eine vollständige Liste der verfügbaren Sonden mit ihren jeweiligen technischen Daten finden Sie in der Zubehörbroschüre für Präzisions-Empfänger oder auf unserer Website www.radiodetection.com

Stellen Sie sicher, dass die Sonde für den Einsatz klein und robust genug ist und über genügend Reichweite für die Anwendung verfügt. Vergewissern Sie sich auch, dass die Frequenz der Sonde mit der Ortungsfrequenz übereinstimmen; nur so kann die Sonde geortet werden. Sonden sind mit ihrer Sendefrequenz gekennzeichnet. Überprüfen Sie, dass alle Mittel zum Vorantreiben der Sonde inclusive der passenden Adapter und Kupplungen zur Verfügung stehen.

Vorbereitung

Setzen Sie eine neue Batterie in die Sonde ein. Eine neue Batterie oder ein frisch aufgeladener Akku ist zu Beginn jedes Arbeitstages zu verwenden, im Idealfall vor Beginn jedes Auftrages.

Vor Einsatz der Sonde stellen Sie sicher, dass Sonde und Empfänger über dieselbe Frequenz verfügen und funktionieren. Legen Sie hierzu die Sonde im ihrer Nennreichweite entsprechenden Abstand zum Empfänger auf den Boden. Richten Sie den Empfänger auf die Sonde aus, wobei das Blatt parallel zur Sonde verläuft (im Gegensatz zur Ortung einer Leitung) und vergewissern Sie sich, dass die Balkenanzeige bei maximaler Empfindlichkeit 50 % überschreitet.

Vorantreiben einer Sonde

Sonden verfügen an einem Ende über ein Gewinde zum Anschluss an Schiebeaale oder an andere Geräte zum Einführen und Vorantreiben der Sonde in ein Abwasserrohr oder -kanal. Kanalsonde und Supersonde können, mit den angebotenen Schwimmern ausgestattet, in Abwasserrohren mitschwimmen. Sonden können an Hochdruckwasserstrahl- oder ähnliche Geräte befestigt werden, die zur Reinigung, Wartung und Inspektion von Abwasserleitungen verwendet werden. Für unterirdische Bohrungen eingesetzte Sonden werden in der Regel im Bohrkopf hinter dem Bohraufsatz untergebracht.

Orten und Verfolgen einer Sonde

Setzen Sie die Sonde in die Öffnung des Abwasserohrs oder -kanals und orten Sie diese, solange sie noch im Eingangsbereich des Abwasserohrs oder -kanals sichtbar ist. Halten Sie den Empfänger vertikal direkt und mit dem Blatt parallel zur Sonde ausgerichtet über die Sonde. Stellen Sie die Empfindlichkeit des Empfängers so ein, dass die Balkenanzeige bei 60 % bis 80 % vom Vollausschlag liegt.

Die Sonde sendet ein Feld von der Mitte ihrer Achse aus, mit je einem kleineren Ausschlag (Ghost-Signal) an beiden Enden des Hauptfeldes. Bewegen Sie den Empfänger ein wenig hinter und dann vor die Achse der Sonde, um die Ghost-Signale aufzuspüren. Finden Sie beide Ghost-Signale, bestätigt dies die korrekte Ortung. Verringern Sie die Empfindlichkeit des Empfängers, sodass die Ghost-Signale verschwinden, aber immer noch eine klare Spitze-Reaktion direkt über der Sonde angezeigt wird. Die Empfindlichkeit des Empfängers ist nun zur Verfolgung des Abwasserkanals/-rohrs eingestellt, sofern sich der Abstand zwischen Sonde und Empfänger nicht ändert.

Bringen  Sie die Sonde drei Schritte in dem Abwasserrohr/-kanal nach vorne  und halten Sie an. Bringen Sie den Empfänger über die vermutete Position der Sonde. Ändern Sie die eingestellte Empfindlichkeit nicht.

sonde deployment.png

Einsetzen der Sonde

 

Orten einer Sonde:

  1. Bewegen Sie den Empfänger vor und zurück und halten Sie an, wenn auf der Balkenanzeige eine Spitze-Reaktion erfolgt. Verwenden Sie den Kompass (in West-Ost 3 Uhr / 9.00 Uhr Ausrichtung), um das Blatt des Empfängers auf die Sonde auszurichten.
  2. Drehen Sie den Empfänger um die eigene Hochachse. Halten Sie an, wenn die Balkenanzeige ihr Maximum erreicht.
  3. Bewegen Sie den Empfänger seitlich, bis die Balkenanzeige ihr Maximum erreicht.
  4. Wiederholen Sie die Schritte 1, 2 und 3 mit der Antenne im Lot und auf bzw. knapp über dem Boden. Der Empfänger müsste sich nun direkt über der Sonde befinden und das Blatt (mit den Antennen) parallel zur Sonde ausgerichtet sein. Markieren Sie die Position und Richtung der Sonde.
  5. Bringen Sie die Sonde weitere 1 oder 2 Meter voran; orten und markieren Sie die Position. Wiederholen Sie das Ortungen in ähnlichen Intervallen entlang dem Abwasserrohr oder -kanal, bis der Auftrag abgeschlossen ist.

 

Orten einer Sonde.png

Orten einer Sonde

 

Prüfen der Sondentiefe

Der RD7200 Empfänger zeigt automatisch die Tiefe der georteten Sonde an, sofern der Empfänger sich korrekt ausgerichtet direkt über der Sonde befindet. Verwenden Sie den Kompass im LCD Display als Anhalt und drehen Sie den Empfänger, bis der Kompass anzeigt, dass sich die Sonde in Ost-West-Richtung (3 Uhr / 9.00 Uhr) befindet.

 

calculating sonde depth.png

Berechnen der Sondentiefe

 

Rechenmethode

Orten Sie die Sonde. Bewegen Sie den Empfänger vor die Sonde (dabei muss das Blatt immer noch parallel zur Sonde ausgerichtet sein) und erhöhen Sie die Empfindlichkeit, um ein Maximum des Ghost-Signals zu finden. Bewegen Sie den Empfänger hinter die Sonde, vergewissern Sie sich, dass das Blatt des Empfängers immer entsprechend der Sonde steht. Finden Sie die Positionen A und B. Messen Sie den Abstand zwischen diesen Punkten und multiplizieren Sie ihn mit 0,7, um ein ungefähres Tiefenergebnis zu erhalten.

Flexitrace

FlexiTrace ist ein verfolgbares kunststoffbeschichtetes Glasfaser-Schubkabel mit Drahtleitern, das bei der Ortung von und in nicht-metallischen Rohrleitungen mit kleinen Durchmessern bis zu einer Tiefe von 3 Metern verwendet wird. Der FlexiTrace kann in ein Rohrleitung oder einen geschlossenen Kanal mit einer lichten Weite ab 9 mm / 3/8” und einem Biegungsradius von mindestens 250 mm eingeführt werden. Batterien sind nicht erforderlich, da FlexiTrace mit jedem Radiodetection Sender besendet werden kann.

Der FlexiTrace hat eine maximale Nennleistung von 1 W. Bei Verwendung des FlexiTrace mit einem Tx-5 oder Tx-10 Sender von Radiodetection muss die Ausgangsleistung im Menü MAX P auf 1 W und die Ausgangsspannung im Menü MAX V auf LOW eingestellt (limitiert) werden.

warning icon.pngWARNUNG! Versäumen Sie es, die vorstehenden Limitierungen an Tx-5 oder Tx-10 vorzunehmen, kann die Spule an der Spitze des FlexiTrace überhitzen, was Brandverletzungen und Geräteschäden zur Folge haben kann.

Das FlexiTrace kann in zwei Modi verwendet werden: Sondenmodus oder Leitungsmodus. Im Sondenmodus steht nur die Spitze des FlexiTrace unter Signalstrom, im Leitungsmodus hingegen die gesamte Länge.

Bei einem Einsatz als Sonde werden beide Anschlüsse des Senders an die Bolzen des FlexiTrace angeschlossen. Da die Anschlüsse des FlexiTrace nicht gepolt (farbcodiert) sind, spielt es keine Rolle, welcher Bolzen an welchen Leiter angeschlossen wird. Für den Leitungsmodus schließen Sie den roten Senderleiter an einen der Bolzen des FlexiTrace und den schwarzen Leiter an eine geeignete Erde (z. B. Erdspieß) an.

 

flexitrace.png

FlexiTrace

 

 

Stethoskopantennen

Wann eine Stethoskopantenne verwendet wird

Es ist nicht immer möglich, eine Empfangszange um ein Kabel zu legen. Der Grund hierfür kann Bündelung oder mangelhafter Zugang sein. In diesem Fall sollte anstelle der Empfangszange eine Stethoskopantenne verwendet werden.

Verwenden einer Stethoskopantenne

Schließen Sie die Stethoskopantenne an die Zubehörbuchse des Empfängers an. Drücken Sie den konkaven Kopf nacheinander gegen jedes Kabel, um ein maximales Signal zu finden.

Reihe der Stethoskopantennen

Große Stethoskopantenne

Die große Stethoskopantenne, die an die Zubehörbuchse des Empfängers angeschlossen wird, wird zur Identifizierung von frei zugänglichen Leitungen eingesetzt. Dies ist besonders nützlich zur Identifizierung schwerer Kabel auf einem Kabelbühne, wenn eine Zange nicht angelegt werden kann. Der konkave Kopf am Ende des isolierten, flexiblen Schwanenhalses wird fest gegen das zu identifizierende Kabel gedrückt. Sind mehrere Kabel vorhanden, gibt die Stethoskopantenne über das (besendete) Zielkabel die stärkste Reaktion wieder.

Kleine Stethoskopantenne

Die kleine Stethoskopantenne verfügt über einen konkaven Kopf mit 25 mm (2”) Durchmesser am Ende einer 2 m (6½ ft) langen Messleitung mit Zubehörstecker. Die kleine Stethoskopantenne kann an eine Verlängerungsstange geschraubt oder am Ende mehrerer verbundener Verlängerungsstangen zur Identifizierung unzugänglicher, kleiner Kabel eingesetzt werden.

Miniatur-Hi-Gain Stethoskopantenne

Das Hi-Gain Stethoskop ähnelt der kleinen Stethoskopantenne, hat aber keinen Griff und kein Adapter für Verlängerungsstange.

Das Hi-Gain Stethoskop kann auch als Miniatur-Antenne für Orte eingesetzt werden, an denen der Empfänger zu groß ist oder beispielsweise beim Orten von Rohrleitungen und Kabeln in Gebäudewänden.

 

Unterwasserantenne

Wann eine Unterwasserantenne verwendet wird

Die Verfolgung unterirdischer Rohrleitungen und Kabel unter Wasserstraßen und Flussmündungen ist eine häufige und kritische Anwendung. Weniger häufig, aber ebenso wichtig ist die Verfolgung und Ortung von Leitungen zwischen Festland und Inseln. Beim Orten von Kabeln und Leitungen muss sich die Antenne des Empfängers grundsätzlich so nah wie möglich an der Zielleitung befinden. Es ist also nicht sinnvoll, unter Wasser verlegte unterirdische Leitungen von der Wasseroberfläche aus zu orten. In den meisten Fällen ist es erforderlich, die Deckungstiefe zu messen, um sicherzustellen, dass die Leitung vor Ankern etc. geschützt ist.

Die (Doppelt-Tiefe-)Unterwasserantenne ist für den Einsatz unter Wasser zur Ortung und Verfolgung von Kabeln und Leitungen geeignet. Die UW-Antenne  ist nach IP68 druckgeprüft bis zu einer Tiefe von 100 m 300 ft) und verfügt zur Stabilität über ein Fußgewicht und seitliche Schwimmer.

Die Antenne ist standardmäßig mit einem 10 m langen Einspeisekabel für maritime Anwendung ausgestattet, es können jedoch Kabellängen bis zu 100 m geordert werden. Die zusätzliche Verlängerung ermöglicht es, die Antenne durch einen Taucher zu führen, während sich der Empfänger über Wasser (auf einem Schiff) befindet. Wesentlich ist dabei eine effektive Kommunikation zwischen dem Bediener des Empfängers und dem Taucher mit der UW-Antenne.

Alternativ kann die UW-Antenne über einen nicht-metallischen Kranausleger (Baum) von einem Boot aus abgelassen werden.

Verwenden einer Unterwasserantenne

Koppeln Sie das Sendersignal von einem Zugangspunkt an Land aus auf die Zielleitung. Das Anschlusskabel der Unterwasserantennen zur Verfolgung der Leitung unter Wasser wird in die Zubehörbuchse des Empfängers eingesteckt. Der Empfänger wird auf einem Boot eingesetzt, das sich direkt über der Zielleitung befinden sollte. Die Sendesignal-Kopplung sollte durch direkte (galvanische) Kopplung erfolgen, mit dem bestmöglichen Signal und der Frequenz, auf die die UW-Antenne kalibriert wurde. Stellen Sie einen Erdungsanschluss etwa 50 m (160 ft) vom Sender entfernt her. Prüfen Sie die Qualität des Signals auf der Zielleitung, bevor Sie auf dem Wasser orten.

HINWEIS: Die Unterwasserantenne wird für auf eine einzige Frequenz kalibriert.

Tipps zur Nutzung einer Unterwasserantenne

Der Bediener im Boot muss ein Spezialist sein oder über gründliche Erfahrungen bei der Benutzung des Empfängers verfügen, damit er dem Taucher präzise Anweisungen geben kann.

Es ist empfehlenswert, dass beide Anwender die Verfahren zunächst im Trockenen proben, bevor eine Ortung unter Wasser versucht wird. Mit der UW-Antenne sollte der Taucher blind eine bekannte Leitung orten und verfolgen und dabei die Anweisungen des Anwenders des Bedieners am Empfänger befolgen, der weder die Leitung noch den Taucher sehen kann.

Aufgrund des rapiden Signalverlusts und einer Kombination aus großer Oberfläche und sehr leitfähigem Boden kann es problematisch sein, ein ortbares Signal auf eine Rohrleitung mit großem Durchmesser zu koppeln. Es ist u. U. erforderlich, ein Signal mit hoher Leistung und geringer Frequenz auszugeben.

Vor Beginn der Arbeit im Boot oder auf dem Boden unter Wasser muss eine Methode zur Aufzeichnung der Zielleitungsposition und -tiefe festgelegt werden.

 

submersible antenna.png

Verwendung einer Unterwasserantenne

 

warning icon.pngWARNUNG! Ausschließlich voll lizenzierte Taucher mit fundierten Kenntnissen und Erfahrung im Umgang mit Ortungsgeräten sollten mit einer Unterwasserantenne arbeiten.

 

 

 

 

 

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